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...ein paar Worte und Gedanken zum Jahresende
an unsere Teilnehmer und Gäste der vergangenen Jahre:
(aus "Verse in Dunklem Grau" - aculeus)


Silvesterrückschau auf das Jahr

  Meiner Bilanz geht nichts verloren, was dort sich sammelt fließt zurück,
  bin für Bilanzen nicht geboren, buch dennoch Leid, buch dennoch Glück.
  Im Suchen zwischen Zweck und Sinn, frag ich mich oft, wer ich wohl bin,
  und wieder ging ein Jahr dahin, bin ich der Menschheit ein Gewinn?

  Und ob ich Spuren hinterlasse, im Felsgestein oder im Sand
  als Sediment aus einer Masse, als Kalk zu dem ich mich verband,
  das alles müßte mich nicht rühren, wär' es nicht Teil der Eitelkeit;
  ich würde hier mein Leben führen und könnte geh'n zu jeder Zeit.

  Doch quält der Drang, ein Werk zu schaffen,
bedeutungsvoll und von Substanz,
  noch seh' ich jene Lücke klaffen,
noch fehlt er mir, der Ehrenkranz.

  Kann man mich nur noch nicht verstehen, geh'n meine Worte gar verlor'n,
  selbst große Denker mußten sehen: "manch einer wird postum gebor'n".


  Bald ist der letzte Tag des Jahres,
Zeit in das Neue Jahr zu geh'n,
  und auch ein primus inter pares,
muß kritisch in den Spiegel seh'n:
  Hab ich im Stolz den Wahn riskiert?
Riß mich die Hybris schon dahin,
  hab meine Grenzen ignoriert?
Worin bestand des Jahres Sinn?

Selbst wenn es keinen Nutzen brachte,
so bleibt uns doch der Gute Zweck,
  und wenn ich nun das Jahr betrachte,
ich fand es gut, jetzt kann es weg.
Gestalten wir die nächsten Jahre,
gleich morgen geht es weiter,
  bleibt zielgerichtet auf das Wahre
und bleibt morbide heiter!



Das Taschenbuch "Verse in Dunklem Grau" ist derzeit vergriffen.
(Vorübergehend aber als pdf-Datei erhältlich)

"Wege der Macht" wurde neu aufgelegt und kann wieder bestellt werden.

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